Pferdeallergie

Die Anzahl und Vielfältigkeit an Allergien wird weltweit immer größer. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und bei jedem unterschiedlich. Mehr allgemeine Allergieinfos dazu findet ihr auf mein-allergie-portal.com.

Eine Tierhaarallergie betrifft in Deutschland jeden zehnten, Frauen dabei auch noch öfter als Männer. An einer Pferdeallergie leiden ca. 500.000 Menschen. Eine Pferdeallergie zählt zu diesen sogenannten Tierhaarallergien, jedoch ist diese Bezeichnung ‚Allergie auf Tierhaare‘ nicht ganz korrekt. Vielmehr reagiert der menschliche Körper auf die bestimmten tierischen Proteine, welche sich in bestimmten Körperflüssigkeiten und dem Fell eines Tieres befinden können. Beim Pferd befinden sich die allergieauslösenden Stoffe in den Hautschuppen, dem Speichel und im Urin der Pferde. Sind diese körperfremden Eiweiße (Antigene) erst einmal über die Haut, Atemwege oder Schleimhaut im Blutkreislauf angelangt, kann es direkt zu einer Abwehrreaktion des Körpers kommen. Die allergische Reizung kann somit beim Streicheln, Reiten oder nur der bloßen Nähe ausgelöst werden.

In der Allergologie sind die Reaktionen zeitlich unterschiedlich und werden somit verschiedenen Typen zugeordnet. In der Praxis spielen die Typen I und IV die größte Rolle, Typ II und III kommen hingegen seltener vor:

Allergietyp I II III IV
Reaktionszeit Sekunden bis Minuten Stunden bis Tage 4 bis 24 Stunden mehr als 24 Stunden
Krankheits- bilder Asthma bronchiale, Heuschnupfen, Arzneimittelallergie Zytopenie

Nahrungsmittel- allergie

Kontaktekzem

 

Mögliche Auswirkungen einer Pferdeallergie:

  • juckende oder gerötete Haut
  • tränende, juckende Augen bis hin zur Bindehautentzündung
  • Niesreiz
  • Husten
  • atopische Ekzeme (Neurodermitis)
  • Heuschnupfen
  • Asthma bronchiale, welches sich über die Zeit entwickelt

Hat der menschliche Körper eine besonders starke allergische Reaktion ist es das einfachste, den Kontakt zu nicht hypoallergenen Pferden zu vermeiden. Ist dies nicht gewollt oder es gibt nur leichte Reizungen durch die Pferdeallergie, ist es auch möglich die Beschwerden vorerst mit Medikamenten zu lindern. Diese heilen nicht die Ursache, können aber kurzfristige Symptome abschwächen. Mittel sind beispielsweise Antihistaminika, Glukokortikoid-Lösungen und Adrenalin-Inhalationssprays.

Hautausschlag_Test

Positive Reaktionen im Pricktest auf Allergene (Quelle: Allergologie in der Praxis, Lutz Leonhardt, Kirchheim Verlag)

Tritt die Pferdehaarallergie das erste Mal auf, wird sie meist ein Leben lang bleiben. Mit den Curly Horses ist jedoch eine Hyposensibilisierung (auch Desensibilisierung) möglich, welche die Pferdeallergie Symptome über den jahrelangen Curly Horse Kontakt dann zu anderen Pferden abschwächt. Weiteres zu den hypoallergenen Eigenschaften findet ihr in meinem Artikel hypoallergene Pferde.

 

Quellen:

Allergologie in der Praxis, Lutz Leonhardt, Kirchheim Verlag, 1997, Seite 8-9
www.zentrum-der-gesundheit.de
www.onmeda.de
www.mein-allergie-portal.com

28. Februar 2014 · by Sarah

 


Pferdeallergie
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